Beiträge zum Thema: Kunststoff

Kugel-Winnies Kugel-Wissen


 

Liebe Technik-Fans...

seit fast 50 Jahren arbeite ich in der Kugel- und Wälzkörperbranche. Davon war ich allein in der Kugelfertigung über 30 Jahre, in der Rollenfertigung zehn Jahre tätig. In dieser Zeit habe ich jede Menge Spezialwissen und Erfahrungen gesammelt. Nun möchte ich hier in meinem neuen Blog einiges an Tipps und Fachwissen weitergeben:

 

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Kugeln aus Kunststoff

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Liebe Technik-Fans,

Ob im Deo-Roller, in der Computer-Mouse oder im Feuerlöscher: Kugeln aus Kunststoffen sind oft die Lösung, wenn Kugeln aus anderen Materialien nicht geeignet sind. Die Gründe, die gegen Kugeln aus Metall sprechen, können vielfältig sein: zu schwer, physiologisch bedenklich, unbeständig gegen Chemikalien, elektrisch leitend oder magnetisch.

Kunststoffkugeln gibt es in vielen Variationen und Materialien. Sie werden beispielsweise verwendet in Parfümflakons, Armaturen, elektrische Messgeräten, Feuerlöschern, Filtern, Messgeräten für Gase und Flüssigkeiten, optischen Geräten oder Pumpen oder aber in der Abwasserbehandlung, im Membranen von Schmutz zu befreien. Sie sind leichter als Metallkugeln, nicht magnetisch und in vielen Größen erhältlich. Aufgrund ihrer elektrisch isolierenden Eigenschaften sind sie für spezielle Anwendungsbereiche gefragt.


Die Materialien im Überblick:

Polyamid (PA) / Nylon
POM (Polyacetal – Polyoxymethylen)
PP (Polypropylen)
PUR (Polyurethan)
PTFE (Polytetrafluoräthylen)
PEEK (Polyetheretherketon)
Delrin (POM)
PTFE / Teflon
PE (Polyethylen)


Die Kunststoffvarianten können im Hinblick auf das Einsatzgebiet der Kugeln ausgewählt werden. Kugeln aus Polyoxymethylen (DELRIN / POM) sind aufgrund des geringen Gewichts zum Beispiel für Spraydosen, leichte Ventile, Möbel oder medizinische Instrumente interessant. Delrin ist zudem für die Anwendung bei bis mäßig sauren Stoffen geeignet. PE kann je nach Einsatzgebiet in zwei unterschiedlichen Dichten und auch bei Säuren, Fetten, Alkohol sowie Benzin verwendet werden. Nylon ist selbstschmierend, gut dehnbar und auch für den Einsatz bei hohen Temperaturen ein idealer Werkstoff, außerdem kann es in unverdünnten Mineralsäulen zum Einsatz kommen. PP ist so leicht, dass es auf dem Wasser schwimmt und für den Einsatz bei nicht konzentrierten Säuren sowie im alkalischen Bereich geeignet.

Darüber hinaus gibt es noch Kugeln aus besonders widerstandsfähigem Material. Diese Kugeln werden mit Glasfaser oder Kohlefaser angereichert und somit verstärkt.

Alle Materialien überzeugen durch ihre guten mechanischen Eigenschaften und ihr geringes Gewicht. Sie sind nicht magnetisch und leiten keinen Strom. Zudem haben die Kunststoffkugeln eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Verschleiß und Korrosion. Die Abriebfestigkeit der kleinen Kügelchen aus Kunststoff überzeugt – auch in der Daueranwendung.

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Kunststoffkugeln, ein Produkt mit vielen Einsatzmöglichkeiten

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Liebe Technik-Fans,

Kugeln aus Kunststoffen sind oft die Lösung, wenn andere Kugeln zu schwer, physiologisch bedenklich, unbeständig gegen Chemikalien, elektrisch leitend oder magnetisch sind. In Ventilen werden sie oft zur Reduzierung von Geräuschen verwendet. Wegen ihres geringen spezifischen Gewichtes dienen sie auch als Füllstandsanzeige. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind:

Deodorantroller, die Computer-Mouse, Parfümflakons, Armaturen, elektrische Messgeräte, Feuerlöschgeräte, der Filterbau, Messgeräte für Gase und Flüssigkeiten, optische Geräte, Pumpen, die mit aggressiven Stoffen in Berührung kommen und viele andere mehr.

Dabei gibt es Kunststoffkugeln in vielen Variationen und Materialien. Übrigens ist die Fertigung mit Kunststoffkugeln nicht mit der von Stahlkugeln vergleichbar, der ganze Ablauf ist anders. Kunststoffkugeln sind in der Regel gegossen, gespritzt, gedreht oder aber warm gepresst.

 

Übersicht Materialien

  • PA 6.6 (Polyamid 6.6)
  • POM (Polyacetal – Polyoxymethylen)
  • PP (Polypropylen)
  • PUR (Polyurethan)
  • PTFE (Polytetrafluoräthylen)
  • PEEK (Polyetheretherketon)

 

Weiterhin gibt es noch Sonderfertigungen von Kunststoffkugeln mit farbiger Oberfläche oder durchgefärbte Kugeln sowie Kugeln aus besonders widerstandsfähigem Material. Diese Kugeln werden mit Glasfaser oder Kohlefaser angereichert und somit verstärkt.

Für Kunststoffkugeln gibt es neben den bisherigen Anwendungen nun auch neue, äußerst wirkungsvolle Einsatzmöglichkeiten: So werden sie zum Beispiel derzeit versuchsweise in der Abwasserbehandlung eingesetzt, um Filter-Membranen von Schmutz zu befreien. In ersten Untersuchungen wurde bereits nachgewiesen, dass das neue Verfahren zu einer wirkungsvollen Reinigung der Filter führt. Auch in Seen, beispielsweise in Kalifornien, kommen Hohlkugeln bereits in großen Mengen zum Einsatz, um ein Austrocknen zu verhindern.

Kunststoffkugeln sind also ein Produkt, das in Zukunft immer häufiger verwendet werden wird, und deren großes Potenzial gerade erst entdeckt wird!

 

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